SPHERES COLLIDING (2025)
Auf Island strömen Menschenmengen wie dunkle Körper zu Orten, die längst bekannt sind. Wege, Stege, Plattformen führen dorthin. An den Aussichtspunkten kollidieren Sphären. Eine Landschaft mit eigener Zeitlichkeit trifft auf eine Choreografie der Wiederholung und Bestätigung. Natur wird zur Kulisse.
Was einst fern war, wird erreichbar. Aus Expedition wird Reise, aus Aufmerksamkeit Einladung. Bilder gehen der Erfahrung voraus und formen sie. Anwesenheit folgt Erwartung.
Mit der Nähe wächst der Druck. Moos wird verletzt, Räume verlieren ihre Stille, Städte ihre Balance. Landschaft und Alltag geraten in dieselbe Bewegung.
Die Bilder verdichten Zeit. Minuten lagern sich übereinander, Bewegungen bleiben sichtbar. Der Einzelne verschwindet im Strom. Fotografieren wird zur Geste der Bestätigung. Dagewesensein genügt.
Spheres colliding beschreibt keine Ausnahme. Es beschreibt einen Zustand. Und eine Rolle, die ich darin selbst einnehme.














